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Gemeinde Münchsmünster  |  E-Mail: gemeinde@muenchsmuenster.bayern.de  |  Online: http://www.muenchsmuenster.de

Geschichte der Gemeinde Münchsmünster

Bereits 1092 - so ist urkundlich bezeugt - konnten am 3. und 4. Februar hier 3 Kirchen eingeweiht werden. Die neue Klosterkirche, die große (heute noch bestehende) Pfarrkirche und die kleine Seelenkapelle, in welcher der vorhandene kostbare gotische Taufstein untergebracht ist.

Nachdem die Kanoniker zwischen 1120 und 1130 das Kloster stillschweigend verlassen haben, wird nun das verwaiste Kloster von Bischof Otto von Bamberg mit Benediktinermönchen neu beschickt. Kloster und Gemeinde blühen erneut auf. Im Jahre 1141 tritt zum ersten Mal der volle Name Münchsmünster auf. 1350 wird Mitterwöhr erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem Amtsantritt Wilhelm des Mendorfers 1403-1450 wird die Blütezeit des Klosters eingeläutet. Doch schon im Jahr 1556 erlosch in den Wirren der Reformation die große benediktinsche Tradition. Ab 1558 wurde das Kloster Münchsmünster von Ingolstadt aus von den Jesuiten verwaltet und war schließlich von 1778 bis 1813 Malteser-Commende.

Die Säkularisation setzte dann den Schlusspunkt für mehr als 1000 Jahre Klostergeschichte. Ab 1817 wurde mit dem Verkauf und Abbruch von klösterlichen Einrichtungen begonnen.Gebäudeteile oder Gegenstände aus dem Kloster Münchsmünster können in verschiedenen Orten und Städten, in Museen in München oder gar in Brüssel besichtigt und bewundert werden. 1864 werden Münchsmünster und Wöhr dem Landkreis Pfaffenhofen zugeteilt. 1874: Ein großer Schritt in Richtung Neuzeit vollzog sich für Münchsmünster, die Donautalbahn hält zum erstenmal. Münchsmünster war somit Bahnstation.  Seit dieser Zeit, es lebten gerade mal 500 Menschen am Ort, vergrößerte sich die Einwohnerzahl kontinuierlich. 1939 hatte Münchsmünster schon gut 1000 Einwohner.

Durch die Aufnahme von Vertriebenen nach dem Krieg stieg diese Zahl auf mehr als 1500 an. Bis Anfang der 70er Jahre gab es im Ort wenig Arbeitsplätze, viele Arbeitnehmer pendelten in umliegende Bereiche, vor allem nach Ingolstadt. Auch war der dörfliche Charakter durch zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe geprägt. Dies änderte sich ab 1970 entscheidend. Denn den in der Region Ingolstadt bereits entstandenen Erdölraffinerien sollte ein weiterverarbeitender petrochemischer Betrieb folgen, der sich in Münchsmünster ansiedelte. Mit großer Anstrengung gelang es Münchsmünster, diese Industrie in die eigene Gemarkung zu bekommen und Industrie-Standort zu werden. Seit Inbetriebnahme der Petrochemie Münchsmünster, die als größte derartige Anlage in Bayern gilt, entstanden viele Arbeitsplätze, von denen ein großer Teil von Gemeindebürgern besetzt werden konnte. Mit der Industriealisierung blühte die Gemeinde immer mehr auf, die kommunale Infrastruktur konnte wesentlich verbessert werden, Einrichtungen zur Ver- und Entsorgung wurden erweitert oder neu geschaffen. Im Zuge der Gebietsreform kam die ehemalige Gemeinde Wöhr nach Münchsmünster. Die Selbständigkeit der Gemeinde Münchsmünster wurde erhalten. Der Ort zählt heute knapp 3000 Einwohner.

Durch die vorhandene Bahnlinie und die direkte Anbindung an 3 Bundesstraßen, sowie 2 Autobahnen in der Nähe, hat der Industriestandort gute Verbindungen im Landkreis- und Regionsbereich.

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